Meine ersten Begegnungen mit Baseball, American Football und der Sportfotografie
Es war vor allem das Außergewöhnliche, das mich an diesen beiden Sportarten reizte. Baseball und American Football – zwei Sportarten, die in den USA zum Alltag gehören, bei uns in Deutschland aber immer noch einen gewissen exotischen Charakter haben.
Gerade das machte sie für mich interessant. Etwas Neues entdecken, eine andere Welt kennenlernen und dabei versuchen, das Geschehen mit meiner Kamera festzuhalten.
Immerhin haben wir hier in Mannheim gleich zwei bemerkenswerte Vereine, die diese amerikanischen Sportarten vertreten.
Da wären zunächst die Mannheim Tornados, der älteste Baseballverein Deutschlands. Bereits 1975 gegründet, können sie auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte zurückblicken: elf deutsche Meistertitel im Baseball, zwölf Meistertitel im Softball sowie zahlreiche weitere Erfolge im Pokal- und Nachwuchsbereich.
Und dann sind da noch die Mannheim Bandits, das American-Football-Team der MTG Mannheim, das aus dem Zusammenschluss der Hockenheim Renegades und der Heidelberg Toreros hervorgegangen ist.
Zwei Vereine, zwei unterschiedliche Sportarten – und für mich zwei völlig neue fotografische Herausforderungen.
Erst die Regeln, dann die Kamera
Bevor ich mich allerdings mit der eigentlichen Fotografie beschäftigte, wollte ich zumindest einigermaßen verstehen, was sich auf dem Spielfeld abspielt.
Also habe ich mich zunächst mit der entsprechenden Literatur beschäftigt, Regeln nachgelesen und versucht, die Spielabläufe zu begreifen.
Schließlich ist es beim Fotografieren nicht ganz unwichtig, wenigstens ungefähr zu wissen, wann und wo etwas Entscheidendes passieren könnte.
Ich muss allerdings gestehen: So richtig verstanden habe ich die Regeln bis heute nicht.
Manches wurde mir erst während der Spiele etwas klarer, anderes blieb weiterhin ein Rätsel. Besonders beim American Football hatte ich gelegentlich den Eindruck, dass alle Beteiligten ganz genau wussten, was gerade geschah – nur ich nicht.
Aber vielleicht gehört auch das dazu, wenn man sich auf etwas Neues einlässt.
Mittendrin statt nur dabei
Eine ganz besondere Erfahrung durfte ich bei den Mannheim Bandits machen.
Der Verein ermöglichte mir, das Spielgeschehen aus unmittelbarer Nähe zu fotografieren. Ich durfte mich direkt am Spielfeldrand aufhalten und sogar beim Einmarsch der Mannschaften innerhalb des Spielfeldes fotografieren.
Für einen Fotografen, der sich zum ersten Mal intensiver mit dieser Sportart beschäftigt, war das natürlich eine großartige Gelegenheit.
Plötzlich war ich nicht mehr nur Zuschauer auf der Tribüne, sondern befand mich ganz nah am Geschehen. Die Spieler, die Bewegungen, die Anspannung vor dem nächsten Spielzug – all das aus einer Perspektive zu erleben, die einem gewöhnlichen Zuschauer normalerweise verborgen bleibt, war etwas Besonderes.
Dafür möchte ich mich bei den Mannheim Bandits ganz herzlich bedanken. Für das entgegengebrachte Vertrauen, die freundliche Unterstützung und die Möglichkeit, diese Sportart aus nächster Nähe fotografisch kennenzulernen.