Personal Views Nº 1: Monolog des Kreativen

Monolog des Kreativen

„Monolog des Kreativen“ verwebt die Gedanken und Gefühle, die Fotografen und Kreative in ihrem Alltag begleiten, mit Bildern und Worten.

So spricht der Fotograf Yukino über „Sich durch Fotografie ausdrücken“ – über die Distanz zwischen dem eigenen Ausdruck und dem Alltag und darüber, was ihm die Kamera über sich selbst bewusst gemacht hat. Yukino bewegt sich zwischen Schauspiel, Fotografie und anderen künstlerischen Ausdrucksformen. Für ihn ist die Kamera mehr als ein Werkzeug. Sie wird zu einer Möglichkeit, etwas von sich selbst sichtbar zu machen.

Genau dieser Gedanke berührt mich.

Auch für mich wird Fotografie immer mehr zu einer persönlichen Sprache. Besonders auf der Straße.

Ich möchte durch die Straßen gehen, ohne zu wissen, was mir begegnen wird. Beobachten. Warten. Weitergehen. Menschen sehen, ohne sie zu kennen. Licht wahrnehmen, das nur für einen kurzen Augenblick an einem Haus, einem Gesicht oder einer Bewegung hängen bleibt.

Die Stadt erzählt unaufhörlich Geschichten.
Die meisten davon sind leise.
Man muss nur lernen, sie zu sehen.

Mich interessieren nicht nur die großen Momente, sondern gerade das Beiläufige: ein Blick, eine Geste, eine Begegnung, ein Schatten, ein zufälliges Zusammenspiel von Menschen und Raum. Vielleicht ist Streetfotografie deshalb für mich mehr als ein Genre. Sie ist eine Form des Sehens. Und vielleicht auch eine Form, mich selbst auszudrücken, ohne über mich sprechen zu müssen.

Ich fotografiere nicht nur, was vor meiner Kamera geschieht. Ich fotografiere das, was in mir etwas auslöst. Ein Bild muss dabei nicht alles erklären. Vielleicht darf es Fragen offenlassen. Vielleicht darf es ein wenig rätselhaft bleiben. Entscheidend ist, dass es etwas fühlen lässt.

Das ist mein Ziel.

Nicht die perfekte Aufnahme.
Nicht das spektakulärste Motiv.

Sondern meinen eigenen Blick zu finden. Mit der Kamera durch die Stadt zu gehen und irgendwann nicht mehr nur die Welt zu fotografieren, sondern ein Stück von mir selbst darin zu entdecken.

Das ist für mich die eigentliche Inspiration dieses Monologs:
Die Kamera nicht nur vor das Auge zu halten, sondern sie als Sprache zu begreifen.


Yukino – „Sich durch Fotografie ausdrücken“
Quelle: YouTube

クリエイターのモノローグ
写真で表現する、ということ。

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